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Kraft, Zauber und Magie der Bäume

Mythologie der Bäume, heilige Bäume der Kelten und Germanen

Copyright Anke Junginger


 

Baum Magie

 

Baummagie, magische Bäume und heilige Bäume

Wälder sind Kathedralen - auf geheimnisvollen Pfaden taucht man ein in die Stille, die aufragenden Bäume reichen bis in den Himmel und bilden ein grünes Gewölbe. Umgeben von der Schönheit der Natur können wir hier die Ruhe genießen und auf den Grund unserer Seele blicken. Die Bäume am Wegesrand haben Boschaften für uns - je nachdem welcher Baum unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, sagt einiges über unsere momentane Situation aus. Ob es uns zur mächtigen Eiche zieht oder zu einem Haselnussstrauch - wir können die Bäume umarmen oder unter ihnen meditieren um neue Kraft zu schöpfen. Die Bäume haben Zeit und unter den rauschenden Blättern hören wir ihr Flüstern - sie erzählen von der Ewigkeit und öffnen das Tor in eine längst vergessene Zeit, in der man sie ob ihrer Heilkraft schätzte und sie sogar als heilig verehrte...

Bäume sind voller Kraft und Zauber, sie sind eng mit der Welt der Feen und Elfen verbunden. Sie besitzen Heilkräfte, haben eine Schutzfunktion und locken Elfen an. So kann man seinen ganz persönlichen Baum finden, seine Eigenschaften sagen viel über unsere eigene Situation aus. Dieser Baum schenkt uns Kraft, er wacht über uns und stellt unsere Verbindung zum Naturreich her. Bei den Römern, den Kelten und den Germanen spielten die Bäume eine große Rolle und sie galten als heilig während wir heute die Bäume auf unseren Spaziergängen immer weniger beachten.


 

Apfelbaum – Weisheit und Unsterblichkeit

Apfelbaum

Der Apfelbaum hatte bei den Kelten eine große mystische Bedeutung: Er galt als Baum der Unsterblichkeit und das geheimnisvolle Avalon wurde nach ihm benannt, bedeutet Avalon doch soviel wie Apfelinsel. Aber auch vielen anderen Kulturen war der Apfelbaum heilig. Er schenkt Weisheit und hilft uns die richtigen Entscheidungen zu treffen. Der Apfelbaum gilt auch als der Baum der Sinnlichkeit und der Liebe.

Apfelbaum, lat. Malus, Familie der Rosengewächse, schöne kleine weiße Blüten überziehen im Frühjahr den ganzen Baum, Früchte können im Spätsommer geerntet werden.


 

Die Birke – Neuanfang, Beginn, Lebenskraft, Fruchtbarkeit

Birke

Die Birke symbolisierte bei den Kelten den Neuanfang und die Widergeburt der Sonne. Die Birke gilt als der Baum zwischen den Welten des Lebens und des Todes – wie ein Torhüter steht sie zwischen den Welten, dabei symbolisiert sie den Beginn und das Entstehen von neuem Leben und den Frühling. Auch bei den Germanen galt die Birke als heiliger Baum und sie war der Göttin Freya geweiht. Birke, lat. Betula, Familie der Birkengewächse, Blütezeit von Ende März bis Ende April. Heilwirkung: bei Haar- und Hautproblemen


 


 

Eiche – Ewigkeit, Wahrheit, Ruhe und Frieden, Kraft und Stärke

Eiche

Die mächtige Eiche gilt als der König des Waldes und auch die Eiche ist ein Baum, in dessen Nähe sich die Elfen gerne niederlassen. Es heißt auch, dass das Eichenholz Glück schenkt. Die Eiche symbolisiert Weisheit und Wahrheit und es heißt, dass man eine Eiche umarmen soll, wenn man eine Antwort auf eine Frage sucht. In einem Traum wird man dann die Antwort erhalten. Die Eiche war bei den Kelten und Germanen ein heiliger Baum. Eichen standen oft an heiligen Orten. Im 18. Jahrhundert wurde die Eiche dann ein beliebtes Symbol für Wappenbäume.

Die Heilkraft der Eiche kann Hautprobleme lindern. Die Eiche symbolisiert Kraft, Stärke und Durchhaltevermögen sowie Gerechtigkeit. Wer Rituale in der Natur durchführen will, der findet unter dem Schatten einer Eiche einen guten Platz dafür.

Eiche, lat. quercus, englisch oak, Familie der Buchengewächse, kleine Blüten und hängende Blüten auch Kätzchen, tragen Früchte, die sogenannten Eicheln, eine Nussfrucht, die als Schweinefutter verwendet wurden. In schlechten Zeiten wurden die Früchte auch von Menschen als Nahrungsmittel für Mehl- und Kaffeeersatz gesammelt. Allerdings waren die Ergebnisse nicht sonderlich schmackhaft und der Gerbstoff in den Früchten ist giftig, deshalb musste er vorher extrahiert werden. Heilwirkung: hilft bei Entzündungen.


 

Eberesche / Vogelbeere – Heilung, Baum des Lebens, Schutz, Wachstum, Lebensfreude

Eberesche

Die Esche ist der heilige Baum der Druiden, sie symbolisiert Heilung und Visionen. Die Eberesche war bei den Kelten häufig als Schutzbaum an magischen Orten zu finden und galt als Lebensbaum. Auch bei den Germanen war die Eberesche heilig und dem Gott Thor geweiht. Die Eberesche symbolisiert Wachstum und den Rückzug des Winters.

Eberesche, oder Vogelbeere, manchmal Drosselbeere, lat. Sorbus aucuparia, Gattung Mehlbeere, Familie der Rosengewächse, weißt Blüten, später rote Beeren. Die Vogelbeeren enthalten viel Vitamin C und sind nicht giftig, können aber auf Grund von Parasorbinsäure den Magen reizen. Gekocht sind die Beeren genießbar und auch heute noch werden sie manchmal zu Marmelade verarbeitet. Heilwirkung: Blüten und Blätter wirken als Tee bei Husten, Heiserkeit und Verdauungsproblemen.


 

Die Erle – Lösung, Freiheit, Mut, Entwicklung, bringt ins Gleichgewicht

Erle

Auch die Erle zählt zu den heiligen Bäumen der Kelten und es sie glaubten, dass das Fällen einer Erle Unheil bringt.

Die Erle steht für Loslösung, sie wirkt befreiend, dazu bedarf es Mut: Die Erle unterstützt diese Entwicklung. Bei den Kelten galt die Erle als heiliger Baum.

Erle; lat Alnus, Familie der Birkengewächse, lieben sumpfige und feuchte Standorte. Heilkräfte: Entzündungen.


 


 


 


 

Haselnussstrauch – Baum der Wünsche, Weisheit, Fruchtbarkeit

Haselnussstrauch

Der Haselnussstrauch ist der Baum der unsere Herzenswünsche erfüllt. Es ist der Baum der Fruchtbarkeit aber auch der zarten Künste und unterstützt die Meditation. Ein Zweig der Haselnuss gilt als Schutz gegen Zauber und Böses. Haselnusszweige werden auch als Wünschelruten verwendet, denn so lassen sich Wasseradern und geheimnisvolle Schätze erspüren.

Gemeine Hasel, lat. Corylus avellana, Familie der Birkengewächse, Blüte von Februar bis April, die Haselnuss Früchte sind essbar.


 


 


 

Holler / Holunder - Tor zwischen den Welten, Schutz und Segen

Holunder

Der Holunder ist schon seit alters her ein mystischer Baum. Er galt als Tor zwischen den Welten und wurde als mächtiger Schutzbaum verehrt. Man sagt Holunderwein ist Elfenwein und es heißt, dass man nach dem Genuss des Getränkes die Naturwesen sehen kann.

Der Holunder soll vor Hexen und bösen Geister schützen. Auch dem Holunder werden Heilkräfte zugesprochen, er soll vor allem das Immunsystem stärken. Der Holunder ist ein heiliger Baum der Germanen und der Hausgöttin Holda geweiht. Die germanische Göttin ist heute besser als Frau Holle bekannt. So galt der Holunder als segenbringender Baum, der dem Haus und seinen Bewohnern Schutz schenke und kaum jemand wagte es einen Holunder im Garten zu fällen...

Holunder, lat. Sambucus, englisch Elder, Gattung Sambucus, Familie der Moschuskrautgewächse. Am bekanntesten sind schwarzer Holunder, roter Holunder und Zwergholunder (Achtung, ist gering giftig), Mai bis Ende Juni schöne weiße zarte Blüte, später schwarze, rote oder blaue kleine Steinfrüchte in Dolden.

Heilwirkungen: wirkt Blut reinigend, bei Rheuma und Gicht, Holundertee bei Erkältungen und Fieber, die Beeren haben einen hohen Vitamin C Gehalt Ein Tipp aus der Elfenküche: Hollerküchleich sind sehr lecker! Die Blütendolden in Teig tauchen und frittieren – so entfaltet sich ein sehr feines Aroma.


 

Kirschbaum, Kirsche – Unschuld, Anmut, Reinheit

Kirsche

Auch der Kirschbaum wird seit alters her als ein Baum der Feen und Elfen beschrieben und es heißt, man kann sie im Mondenschein um die Bäume tanzen sehen. Der Kirschbaum steht im Zeichen des Mondes und wird auch häufig als „Mondbaum“ bezeichnet. So ist der Kirschbaum auch der Baum der Weiblichkeit.

Die Kirsche wurde schon in der Antike, bei den Römern, bei den Germanen und in Asien hoch geschätzt. Die Kirsche steht für Vergänglichkeit, Wiedergeburt, Reinheit und Unschuld. In Japan gilt die Kirsche als Symbol für Reinheit und der Baum wird schon seit Alters her verehrt. Jedes Jahr wird das Kirschblütenfest gefeiert und die Menschen genießen die Schönheit der Blüten.

Nach altem Brauch soll man am 4. Dezember, dem sogenannten Barbaratag, einen Kirschzweig abschneiden und in eine Vase stellen. Zeigen sich an Weihnachten Blüten, so bedeutet dies Glück und Segen für das neue Jahr.

Kirschbaum, lat. Prunus avium (Süßkirsche), lat. Prunus cerasus (Sauerkirsche), Gattung Prunus, Familie der Rosengewächse, Blüte im April/Mai.


 

Pappel – spirituelle Entwicklung

Pappel

Die Pappel ist der Baum der Spiritualität und schenkt in schweren Zeiten neuen Mut. So wie sich die Blätter der Pappel im Wind bewegen, wirkt sie gegen Stagnation und symbolisiert Bewegung.

Pappel, lat. Populus, Familie der Weidengewächse, während der Blüte (Februar-April) bilden sich hängende Kätzchen, auffällig ist vor allem der hohe und schmale Wuchs der schnell wachsenden Pappeln. Pappeln stehen sehr gerne in der Nähe von Gewässer. Heilwirkung: Hautprobleme, Rheuma und Entzündungen.


 

Schlehe auch Schwarzdorn

Die Schlehe schützt vor Übel und Bösen und sie erfüllt Wünsche, so ist es nicht verwunderlich, dass das Holz der Schlehe angeblich gerne für Zauberstäbe verwendet wurde.

Schlehendorn, lat. Prunus spinosa, Familie der Rosengewächse, weiße Blüten im März und April bevor das Laub erscheint, die Früchte sind ein beliebter Leckerbissen für Vögel. Heilwirkung: Blutreinigend.


 

Weide – Inspiration, Magie, Zauber, Ruhe und Ausgeglichenheit

Weide

Die Weide steht in enger Verbindung mit dem Wasser und dem Mond. Die Weide ist ein mystischer Baum, ein Baum des Zaubers und der Magie. Die Weide symbolisiert Fruchtbarkeit und schenkt Inspiration.

Die Weide steht auch für Ausgeglichenheit und innere Ruhe. Sie schenkt uns Trost und lässt wieder Freude in uns Aufkommen, seelische Verletzungen finden Heilung. In der Mythologie symbolisiert die Weide Demeter, der Göttin der Erde.

Schon die Kelten bewunderten die Eigenschaften der Weide – stand sie doch für die Wiedergeburt der Natur symbolisierte Heilkraft und Fruchtbarkeit. Man glaubte, dass die Weide den Menschen sogar Krankheiten abnehmen kann.

Die Weide symbolisiert Entspannung und Harmonie – ein Baum der Kraft schenkt und die Beziehung zur Mutter Erde vertieft.

Weide, lat. Salix, Familie der Weidengewächse, bevorzugt feuchten Boden und ist oft an Gewässern zu finden.

Heilwirkung: Das Salicin der Weide wirkt schmerzlindernd, fiebersenkend. Früher wurde aus der getrockneten Rinde der Weide Tee aufgebrüht.


 

Weißdorn – Freude, Fruchtbarkeit, Schutz, Unsterblichkeit

Weissdorn

Der Weißdorn wird manchmal auch „Hexenbaum“ genannt, da sich angeblich die Hexen gerne unter ihm sammelten um zu Feiern und zu Tanzen. Aber er gilt auch als der Baum der Feen, die sich in ihm wohl fühlen. Der Rotdorn steht für Fruchtbarkeit und laut altem Glauben wird der Kinderwunsch erfüllt, wenn man einen Rotdorn Zweig in Händen hält und dabei die keltische Göttin des Lichts Áine anruft. Der Weißdorn schenkt Freude und vertreibt Trübsinn. Man glaubte auch, dass Weißdorn vor dem Haus vor bösen Geistern schützt und vor Blitz und Sturm schützt.

Bei den Kelten dufte der Weißdorn als heiliger Baum nicht gefällt werden. Er galt als Schutzbaum und wurde gerne in der Nähe von menschlichen Siedlungen gepflanzt. Der Weißdorn soll Zauber abwehren und eine reinigende Wirkung besitzen. Die Blüten symbolisieren Fruchtbarkeit.

Weißdorn, lat. Crataegus, englisch hawthorne, umgangssprachlich Hagedorn, Heckendorn, Familie der Rosengewächse, trägt Dornen, weiße, manchmal auch rosane oder rote üppige Blüten, die Beeren sind orange, rot, blau oder schwarz.

Bäume mit roten Blüten werden Rotdorn genannt. Heilwirkungen: bei Herz- und Kreislaufschwäche, stabilisiert den Blutdruck.


 


 

Die Kelten ordneten den Monaten bestimmte Bäume zu:

Geht nicht achtlos an Bäumen vorbei - schon den Kelten haben sie viel bedeutet. Damals kannte man die Heilkraft und die Energien der Bäume noch und so wurde jedem Monat ein Baum zugeordnet:

An dieser Stelle sei jedoch auch kurz erwähnt, dass das keltische Baumhoroskop keine Überlieferung eines alten Glaubens ist, sondern aus einer französischen Frauenzeit stammte und in den 70er Jahren verbreitet wurde. Dennoch ist es eine schöne Idee jedem Menschen seinen "persönlichen Baum" zur Seite zu stellen...

Keltisches Baumhoroskop

Januar – Erle

Februar – Weide / Saille

März – Nuin / Esche

April - Huathe / Weißdorn

Mai – Duir / Eiche

Juni – Tinne / Stechpalme

Juli – Coll / Hasel

August – Muin / Weinstock

September – Gort / Efeu

Oktober – Ngetal / Schilfrohr

November – Beth / Birke

Dezember – Luis / Eberesche

13 Monat – Ruis / Holunder