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Copyright Text und Bilder Anke Junginger

Über Zwerge

zwerg mit giesskanneLaut Mythologie sind Zwerge kleine menschenähnliche Wesen, die meist unter der Erde leben. Sie meiden das Sonnenlicht und bevorzugen die Dunkelheit. Das Reich der Zwerge liegt also meist im Erdinneren, durchwunden von Gängen, Höhlen und großen Hallen – prächtig und glitzernd ganz im Glanze von Edelsteinen. In der Regel sind Zwerge etwa ein Drittel so groß wie Menschen und oft fallen ihre kurzen Beine auf. Es wird oft erwähnt, dass sie sehr stark sind. Sie lieben die Natur und sind mit ihr sehr verbunden. Auch kennen sie sich mit Bodenschätzen wie Erz, Edelsteinen und Gold aus. Meist erzählt man sich auch, dass sie große Schätze besitzen. Sie sind sehr geschickte Bergleute, beherrschen das Schmiedehandwerk bis zur Perfektion und können kunstvolle Rüstungen oder Schwerter herstellen. Auch in anderen handwerklichen Tätigkeiten vollbringen sie kleine Meisterwerke, zum Beispiel was Bauwerke und Kleidung betrifft.

Auch besitzen sie Zauberkräfte, mit denen sie bestimmte Gegenstände anreichern können, so können sie zum Beispiel Tarnkappen herstellen. Ein Märchen mit dem Titel „Zwergenmützchen“ von Ludwig Bechstein erzählt davon: Drei Müllersburschen wünschen sich solche Zwergenmützchen, die sie auch Nebelkäpplein nennen. So könnten sie sich unsichtbar machen und unangenehmen Begegnungen aus dem Wege gehen. Um an ein Zwergenmützchen zu gelangen wollen sie die Zwerge austricksen. Sie beschreiben die Zwerge als kleines drolliges Volk, das gerne spielt und tanzt. Da sie dann auch mit ihren Käppchen werfen, wollen sie die Zwerge genau beobachten und ihnen ihre Mützchen wegnehmen, sobald sie sie in die Luft geworfen haben. Als sie erfolgreich sind, verlangen sie im Tausch von den Zwergen einen großen Schatz, denn für die Zwerge sind ihre Tarnkappen sehr wichtig. Menschen können Zwerge also nicht sehen, da sie mit ihren Tarnkappen unsichtbar sind...

 

 

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Zwei ZwergeManchmal scheint es auch hinterlistige Zwerge zu geben, aber wer die Freundschaft eines Zwerges gewinnt, dem steht er ehrlich und treu zur Seite. Ist er einem Menschen zu Dank verpflichtet, dann verschenkt er sogar magische Gegenstände. Auch sollte man die kämpferische Natur der Zwerge erwähnen. Ansonsten gelten Zwerge als gastfreundlich und gesellig, sie leben gerne in Gemeinschaften, gründen Familien. Sie lieben Tanz und Gesang und feiern gerne. Das sei ihnen auch von Herzen gegönnt, denn sie arbeiten viel und ihr Fleiß ist bekannt.

Sehr früh tauchen sie schon in der Mythologie des Nordens auf – so werden sie in der Edda erwähnt, eine Sammlung von Dichtungen aus dem Jahre 1220. Auch das Nibelungenlied, das Anfang des 13. Jahrhunderts entstand, erzählt von Zwergen. Gegen Mitte des 13. Jahrhunderts singen im Mittelalter die Spielleute von ihnen in ihren Liedern. Auch in der germanischen Wielandsage kommen Zwerge vor. Später findet man sie wieder in den volkstümlichen Märchen und Sagen. So kennen wir Schneewittchen und die sieben Zwerge oder das Märchen Zwerg Nase von Wilhelm Hauff. Sogar in Tolkiens Herr der Ringe finden wir die Zwerge wieder...

 

 

 

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Zwergerlwald bei Taufkirchen (Vils)

 

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Copyright Text und Bilder Anke Junginger

Tal der Kobolde Goblin Valley

 

Kobolde nicht nur in Amerika - Ein Ausflug ins Goblin Valley

Über Goblins, Kobolde und Klabautermänner

Kobolde kennt man in der Mythologie vor allem als Hausgeister. Der Glaube an Kobolde ist bei vielen Völkern schon seit alten Zeiten zu finden. Nach überliefertem Volksglauben unterscheidet man bei den Poltergeistern zwischen Kobolden und Gespenstern. Während Gespenster meist die Geister von Verstorbene sind, sind Kobolde hingegen eine eigenen Klasse von geistigen Wesen, die an ein Haus oder eine bestimmte Gegend gebunden sind.

Was sind Kobolde? Kobolde sind kleine Wesen, sie sind gutmütig und treiben gerne Schabernack. Böse sind sie aber nicht. Sie können sich unsichtbar machen und verschiedene Gestalten annehmen. Sie richten keinen ernsten Schaden an, machen sich sogar in Haus und Hof nützlich. Sie beschützen den Ort, zu dem sie gehören. So kennt man sie als gute Geister, die lustig sind, gerne necken und stets zu Späßen aufgelegt sind. Allerdings gelten sie auch als reizbar und wer es sich mit ihnen verdorben hat, der spürt ihre Rache.

In Deutschland war der Glaube an Kobolde vor allem bei den Bergleuten weit verbreitet. Auch in Norwegen kennt man die Kobolde, dort nennt man sie Nisse god Dreng. In Schweden glaubt man, dass die Kobolde vor allem in den Ställen leben, dort kennt man sie unter den Namen Trompte gubbe. Sie kümmern sich um das Vieh und helfen auch schon manchmal im Haushalt. In Schweden sind sie gerne gesehen und dort schenkt man ihnen auch täglich ein Milchschüsselchen zum Dank. In Dänemark tragen die Kobolde die Landestracht und auch hier sind sie die guten Geister im Stall, die sich um das Vieh sorgen. Das Vieh füttern sie oft auf Kosten des Nachbars und auch hier erhalten die hilfreichen Kobolde manchmal ein Festmahl zum Dank für ihre Hilfe. In Schottland kennt man Kobolde als Brownis. Der Name Browni ist auf die braune Farbe von Kleidung und Haut zurückzuführen. Die Brownis in Schottland leben unter der Türschwelle des Hauses und auch hier besteht ein gutes Verhältnis zu den Menschen. In England kennt man sie als Robin good fellow - sie sind zottelig, wild und scheu. Sie suchen die Einsamkeit und wohnen oft in entlegenen Winkeln. In der Nacht allerdings wagen sie sich häufig an Feuerstellen, um dort zu schlafen. Nicht erfreut sind sie deshalb, wenn die Frau des Hauses sich noch spät in der Küche zu schaffen macht. In Deutschland nennt man sie auch Wolterken (Walterchen) und hier kennt man sie schon besonders lang.

Auch wenn sich der Name der Kobolde von Land zu Land unterscheidet, so ist ihre Aufgabe doch stets sehr ähnlich: sie behüten das Vieh, füttern es auf fremden Höfen, sie halten Wache in Küche und Keller. Sie sind treu, hilfsbereit und dienstwillige Freunde des Hauses. Sie lieben dunkle versteckte Plätze, wie Holzhaufen. Mein und Dein ist für die Kobolde manchmal etwas schwer zu unterscheiden und so tragen sie allerlei Nützliches in die Wohnung.

 

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Kobolde im Goblin Valley?

Die Welt der Naturwesen ist wohl kaum an einem anderen Platz so sichtbar, wie im Goblin Valley (Tal der Kobolde) im Südosten von Utah, in Amerika. Nach einem Besuch des geheimnisvollen Tals mit seinen unzähligen Felsformationen glaubt wohl jeder an Goblins - vor allem, wenn man hier einmal die Morgen- oder Abenddämmerung erlebt hat. Auch in England, genauer in Sussex kennt man die Goblins schon seit alten Zeiten. Dort nennt man einen Goblin auch Puck oder Pook und viele Plätze in Sussex, die Hochburg dieser Wesen, tragen Namen, die auf die Pucks hinweisen.

 

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Nun, was sind denn eigentlich Goblins? Genau, hinter diesem Wort verbirgt sich, was wir hier in Deutschland Kobold oder Klabautermann nennen. Wer kennt nicht den kleinen Pumuckl mit seinen roten Haaren, der den Meister Eder so oft zur Verzweiflung bringt. Lebhaft, lustig, schelmisch, voller Schabernack. Kobolde verstecken und necken. Also, wenn wir wieder auf der Suche nach bestimmten Dingen sind, so ist es nicht immer die Unordnung, die uns zu schaffen macht, sondern wohl auch so mancher Kobold, der sich gerade unsichtbar in irgendeiner Ecke über unser verzweifeltes Suchen tot lacht. Aber Kobolde haben auch eine andere Seite. Das Wort setzt sich zusammen aus Kobe, was soviel wie Haus bedeutet, und hold. Daran sieht man, dass Kobolde als Hausgeister nicht nur Unsinn im Kopf haben, sondern auch das Haus beschützen und bei der Hausarbeit helfen. Wirklicher Schaden ist von einem Kobold also nicht zu erwarten... und ein bisschen Spaß hat ja noch niemandem geschadet... Dennoch, wer mit Kobolden eine gute Gemeinschaft pflegen will, der darf nicht vergessen, ihnen etwas vom Tisch als Dank zukommen zu lassen. Ansonsten nimmt der Schabernack zu, solange bis der Lohn dargereicht wurde.

Der Klabautermann ist sozusagen der Bruder des Kobolds, er hat seine Heimat auf Schiffen verlassen und liebt die hohe See - so ist er dann wohl auch nach Amerika gekommen... Schließlich wurde ein ganzes Tal nach ihm benannt: Das Goblin Valley.

 

Quelle: die Informationen über das Wesen der Kobolde stammt aus dem Buch "Vollständiges Wörterbuch der Mythologie aller Nationen" von Dr. W. Vollmer, Stuttgart, 1836.

 

 

Kleines Lexikon der Mythologie - von Feen und Elfen, Wissenswertes aus dem geheimnisvollen Reich der Naturwesen

 

 

a

Aeger:

Gott des Weltmeeres nach der nordischen Mythologie. Rana, die Wellenkönigin ist seine Frau.

Aegipanes:

Nach der griechischen Mythologie sind die Aegipanes kleine haariges Wesen, die man auf dem Land trifft. Sie galten als Götter der Wälder und Berge. Auffällig waren vor allem ihre Hörner und Ziegenfüße.

Aegir:

Ein Riese, der der skandinavischen Mythologie entstammt.

Aestas:

Aestas ist der Name des personifizierten Frühlings. Man denke hier nur an die wundervollen Bilder von Josephine Wall, die die Wesen der Natur auf so einzigartige Weise darstellt. So kann man sich gut vorstellen, wie Aestas wohl aussehen mag. Aestas ist in der römischen Mythologie zu finden. Man glaubte, dass Aestas im Palast der Sonne wohnt, eine heitere, holde, wunderschöne und liebliche Gestalt. Wurde meist mit Ährenkranz und Garbe dargestellt.

Agni:

In der indischen Mythologie wird der Gott des Feuers Agni genannt. Er wird mit vier Armen dargestellt und reitet auf einem Widder. Er hält zwei Dolche und sein Kopf ist von Flammen umgeben.

Agrostinen:

Aus der griechischen Mythologie, sind identisch mit den Bergnymphen oder Oreaden.

Ajataa:

Ist aus der Mythologie der Finnen bekannt. Ein weiblicher Geist, der in böser Absicht Wanderer in die Irre führt, auf dass sie verhungern oder in Sümpfen umkommen. Ähnlich wie die Irrwische.

Aitwaros:

In der littauischen Mythologie sind dies Spukgeister, die vor allem in Hecken und an Zäunen wohnen. Sie necken gerne und sind vergleichbar mit dem Alp.

Akmenides:

Aus der griechischen Mythologie – so wurden junge Wald- und Quellnymphen genannt, denen man zu Ellis einen Altar errichtete.

Albunea:

In der römischen Mythologie ist Albunea eine Nymphe, die verehrt wurde, als Orakel galt und ihren Namen von der Quelle Albunea, nahe Tibur, erhielt.

Alfar:

Siehe Elfen

Alfenfuß, Alfenkreuz:

So wird in der skandinavischen Mythologie der Drudenfuß (ein umgekehrtes Pentagramm, die Spitze zeigt nach unten) genannt.

Alfentanz:

Ein Wort aus der nordischen Mythologie: Beim Alfentanz tanzen die Lichtelfen, die wohlwollenden Sylphen des nächtens auf den Spitzen von Blumen und Grashalmen. So halten sie ihre Reihentänze und unter ihren federleichten Tritten erblüht alles schöner und schöner. Unter dem Tanz der Schwarzelfen verdörrt hingegen alles. Laut Volksglauben sind zum Beispiel auch die Hexenringe ein Zeichen und ein Überbleibsel dieser Elfentänzen. Siehe auch Hexenringe.

Alrunen oder Alraunen

Der Begriff setzt sich zusammen aus (Al) Alles und runen (wissen). Die Germanen nannten so Frauen, die die Geheimwissenschaften und Wahrsagerei beherrschten. Ihre Weisheit und ihr Rat war hoch geschätzt. Sie wurden auch als Druden oder Truhten bezeichnet. Mit Aufkommen des Christentums wurden sie als Hexen zum Feuertod verurteilt.

Alraunen (lat. Mandragora) waren laut germanischem Aberglaube auch hoch verehrte Pflanzen, denen man Zauberkräfte zusprach. Heute kennen wir Alraunen vor allem aus Märchen und auch hier ist von ihrer Zauberkraft zu lesen. Die Wurzel der Alraune hat Ähnlichkeit mit einer menschlichen Gestalt und man hatte Angst diese Pflanze mit Gewalt aus der Erde zu reißen, da sie angeblich so schreien würde, dass derjenige an den Folgen sterben müsse. Man glaubte, dass Alraunenwurzeln Gesundheit, Schutz und Reichtum schenken würde.

Alp, auch Incubus:

Ein Nachtgeist, der die schlafenden Menschen quält, indem er sich auf ihnen niederlässt und ein Druckgefühl und Atemnot verursacht. Er erscheint meist als hässliches Tier.

Althiofi

Gilt in der nordischen Mythologie als einer der ältesten Gnome, der aus Erde geschaffen wurde, eine Art Urzwerg.

Alwis

Nach der skandinavischen Mythologie ein Zwerg oder Gnom, der zu den Erdgeistern zählt. Wurde von Thor überlistet und erstarrte zu Stein, nachdem er zu lange über der Erde blieb und die Sonne ihn beschien. Laut Sage können die Zwerge als Wesen die unter der Erde leben die Sonne nicht ertragen und werden durch ihr Licht zu Stein.

Amerdad:

In der persischen Mythologie ist er der Schutzgott der Pflanzen und Bäume, sein Name bedeutet „Der Fruchtbringende“ oder „Der Unsterblichkeit Schenkende“. Er pflegte den ersten Baum der Schöpfung. Dieser Baum ist als Hom bekannt und von ihm stammen laut Mythologie die heilsamen Pflanzen ab.

b

Bawor:

In der Skandinavischen Mythologie ist dies ein Wesen, das aus Erde erschaffen wurde, eine Bezeichnung für Zwerge.

c

Capeet:

Der Begriff Capeet stammt aus der Skandinavischen Mythologie. So nennt man in Finnland Kobolde. Es handelt sich bei ihnen um mächtige Luftgeister, die sogar mit dem Mond kämpften - so erklärte man sich zum Beispiel eine Mondfinsternis: nur mit Mühe hat dann der Mond einen Kampf überstanden.

d

Devas:

Der Begriff Devas stammt aus dem Sanskrit und bedeutet sviel wie Lichtwesen und man versteht darunter göttliche Wesen. Das Wort Deva kann zurückgeführt werden auf das lateinische deus. Trifft man heute in unserem Sprachraum auf den Begriff Devas, so stellt man sich darunter höhere Naturwesen und Engel vor, die meist der Natur, also den Pflanzen oder Tieren dienen, sie beschützen und mit ihrer Energie stärken und einhüllen. Mehr über Devas:

Drachen:

Mehr über Drachen:

Dryaden:

Baum- und Waldnymphen – siehe Nymphen

e

Elementargeister:

Elementargeister sind, wie ihr Name schon sagt den Elementen zugeordnet – sie beherrschen Feuer, Wasser, Luft oder Erde. Der Glaube an die Elementargeister kam im 16. Jahrhundert auf und fand seinen Höhepunkt im Mittelalter.

So kennt man die Erdgeister, zu ihnen zählen Gnome, Wichtel, Zwerge, Trolle, Irrwische, Bergmännchen, Elfen und Feen, Baumgeister (Dryaden) und die Faune.

Die Wassergeister kennt man als Undinen, Wassermänner und –frauen, Nixen, Nymphen ( Najaden und Nereiden) und Meerjungfrauen.

Die Luftgeister wurden als Sylphen bezeichnet, sie herrschten über das Element Luft. Das Element Feuer unterstand den Feuergeistern, den sogenannten Salamandern.

Elfen:

Elfen kennt man vor allem aus der skandinavischen und nordischen Mythologie. Aber auch in Deutschland, England und vielen anderen Ländern kennt man diese geheimnisvollen Wesen, die wohlwollend aber manchmal auch zornig sein können und die Menschen spüren dann die Auswirkungen. Vor allem in Skaninavien ist der Glaube an die Elfen schon in der Edda zu finden. Hier kennt man gute und böse Elfen - Licht und Schatten stehen sich gegenüber. Lichtelfen sind die Elfen des Himmels, sie leben in Alfheim - sie sind leuchtend und strahlen den Glanz des Lichtes wider, heller als die Sonne. Sie sind heiter und fröhlich, sie können sichtbar oder unsichtbar sein, sie sind wohltätig, wunderschön und gutherzig. Schwarzelfen hingegen sind von dunkelstem Schwarz und leben unter der Erde, nur Edelsteine und Metalle bringen etwas Licht in diese Finsternis. Laut Edda sind die Schwarzelfen Zwerge. Sie meiden das Licht und trifft sie ein Sonnenstrahl, so werden sie versteinert. Sie sind Geschöpfe der Nacht, sind zwergenhaft, haben dürre Beine und runde Bäuche. Ihre Nasen sind groß, die Köpfe kahl oder struppig und zum Teil tragen sie sogar Hörner. Sie besitzen Zauberkräfte und sind sehr kunstfertig. Sie schmieden die schärfsten Schwerter aus dem härtesten Stahl und weben ihren Zauber in die Klinge. Ihre Schiffe segeln am schnellsten, ihre Helme und Schilde sind unzerstörbar. Leider sind diese magischen Gegenstände aber auch immer mit einem Fluch verbunden. Die Lichtelfen hingegen sind Vertreter des Rechts, sie fügen niemandem Schaden zu, nur wenn man sie gereizt hat, rächen sie sich mit harmlosen Neckereien. Die Lichtelfen lieben das Sonnenlicht, meist erscheinen sie jedoch erst nach Sonnenuntergang. In lauen Mondnächten kommen sie in Gruppen hervor. Zu ihrer Lieblingsbeschäftigung zählt das Tanzen. Die ganze Nacht hindurch drehen sie sich im Kreis und am nächsten Morgen wächst das Gras an dieser Stelle viel üppiger, dichter und höher. Wer des Nachts bei Mondenschein in einen solchen Elfenring tritt, der wird von den Elfen geneckt und umtanzt, denn dieses Verhalten ist in ihren Augen gar nicht schicklich. Auch wer in einem solchen Kreis durch Zufall einschläft, wird geneckt. Die Elfen tragen Kappen, die sie unsichtbar machen und wer eine solche ergattert, der kann sie dann wohl sehen.

f

Faune:

Faune sind Waldgötter, die in der griechischen Mythologie auch als Satyre bekannt sind. Faune haben ein ganz besoneres Äußeres - so haben sie Geisschwänze, spitze Ohren und eingedrückte gekrümmte Nasen. Silenus war zum Beispiel ein sehr betagter Faun, so nannte man die alten Faune unter den Satyren auch Silenen. Auch Pan, der Hirtengott der Arkadier zählt zu den Faunen. Er galt als die Personifikation der Natur schlechthin. Mit Ziegenfüßen und Hörner stellte man sich Pan vor. Auf Bildern werden Faune auch häufig mit einer Panflöte beim Spiel gezeigt.

Feen:

Feen sind Teil der Mythologie in vielen Ländern des Morgen- und des Abendlandes. Sie sind übermenschlich und leben sehr lange. Feen können gut oder böse sein. Man kennt sie vor allem als wunderschöne, anmutige, ewig junge weibliche Wesen, die mit ihrem Zauberstab Wünsche erfüllen können. Sie sind von Herzen gut und hilfreich. Sie helfen Verirrten, Unterdrückten und Menschen in Not. Böse Feen erscheinen als völliges Gegenteil, nur ihre magische Zauberkraft ist ebenso stark. Im Märchen ist ihre Kraft oft so stark, dass die guten Feen den Zauber nicht aufheben, sondern nur abschwächen können. Wer einer guten Fee begegnet, der wird oft mit Zauberkraft ausgestattet, erhält glücksbringende Eigenschaften, Schönheit, Mut oder Verstand. Mancher hat aber auch schon ein unangenehmes Geschenk von einer Fee erhalten, das er nur durch gewisse Bedingungen wieder loswerden konnte. Feen treten untereinander auch oft in den Kampf um Gut und Böse und so sind viele Feenromane und Sagen aus dem Mittelalter zu finden - ob in Deutschland, England, Frankreich, Italien, Spanien oder vor allem auch in Persien und Arabien... So kennen wir Morgana, Ersterell oder Melusine aus den alten Sagen nicht nur um die Tafelrunde von König Artus. Auch in Wielands romantischen Poesien begegnen wir Ihnen. Mehr über Feen:

g

Gespenster:

Gespenster sind vor allem die Geister von Verstorbenen, die zum Teil eines gewaltsamen Todes gestorben sind.

Goblins:

Ein Goblin wird im englischsprachigen Raum (vor allem in Sussex, England, wo sie angeblich besonders häufig vorkommen) auch Puck oder Pook geannt. In Deutschland nennt man diese kleine Wesen Kobolde oder Klabautermänner.

h

Hexenringe:

Kreise mit mehreren Fuß Durchmesser. Man findet sie vor allem in Wiesen mit kurzem Gras in Gebirgen, zum Beispiel auf der Schwäbischen Alp, auf dem Schwarzwald, in Schlesien oder auf dem Brocken. Vor allem im Frühjahr werden diese Kreise zuerst Grün und stechen aus dem abgestorbenen Gras der Umgebung hervor. Laut Volkglauben haben hier die Elfen und Feen ihre Reihentänze während der Nacht abgehalten. Später wurde dieser romantische Glaube verkehrt und die Bauern hielten ihr Vieh von diesem Stellen fern, da sie glaubten, dass Hexen hier ihr Unwesen getrieben hatten und nichts Gutes an diesem Orten zu erwarten sei. Sie auch Alfentanz.

k

Kobolde:

Kobolde sind Hausgeister und in der Mythologie vieler Völker zu finden. Sie zählen zu den Poltergeistern, die man widerum in Kobolde und Gespenster unterteilt. Kobolde sind meist an ein Haus oder eine bestimmte Gegend gebunden und treiben dort ihren Schabernack. Kobolde können sich unsichtbar machen und verschiedene Gestalten annehmen. Sie sind gutmütig und richten keinen ernsten Schaden an, sondern beschützen sogar das Haus oder den Ort, zu dem sie gehören. So kennt man sie als gute Geister, die lustig sind und gerne necken. Mehr über Kobolde:

n

Najaden:

Quellnymphen – siehe Nymphen

Neptun:

In der griechischen und römischen Mythologie ist Neptun der Gott des Meeres, der Flüsse und Quellen und der Gewässer ganz allgemein. Neptun wird häufig mit einem Pferd dargestellt - das Pferd steht bei den Griechen in enger Verbindung mit Quellen. Bei den Griechen nannte man ihn Poseidon. Er besiegte die Titanen und wurde von den Cyklopen dafür mit einem Dreizack beschenkt.

Nereiden:

Nymphen des Meeres – siehe Nymphen

Nymphen:

Nymphen kennt man vor allem aus der griechischen und römischen Mythologie. Nymphen sind weibliche Naturgeister, sie sind jung und wunderschön. Sie sind tief verbunden mit den Natur – sie sind an Quellen und Flüssen zu finden, in den Bergen, in der Nähe von Bäumen, in Grotten und in den Bergen. Sie lieben die Stille der Natur. Es heißt, dass Nymphen über 6.000 Jahre alt werden und dass sie den Menschen wohl gesonnen sind. Zu den Nymphen zählen zum Beispiel Dryaden (Baum- und Waldnymphen), Nereiden (Nymphen des Meeres), Oreaden (Berg- und Grottennymphen) oder Najaden (Quellnymphen). Früher glaubte man, von Nymphen beseelte Orte den Tod der Nymphe wiederspiegeln: so versiegen dann Quellen und sterben Bäume. Mehr über Nymphen:

Numeias:

In der slavischen Mythologie kennt man die sogenannten Numeias. Hier handelt es sich um Hausgötter. In Polen glaubte man, dass sie das Feuer hüteten und dafür sorgen, dass alles im Haus seinen rechten Lauf nahm.

Nyradus:

In der skandianvischen Mythologie kennt man die Nyraden als Zwerge, die in der Erde wohnen.

o

Oreaden:

Berg- und Grottennymphen – siehe Nymphen

p

Phönix:

In der ägyptischen Mythologie kennt man den Phönix als heiligen Wundervogel. Sein Gefieder ist goldfarben mit Rot. Größe und Form ähnelt etwa einem Adler. Alle 500 Jahre kommt er laut Mythologie aus Indien nach Ägypten, wo er verbrennt und aus seiner Asche wieder aufersteht. Auch die Phönizier kannten den magischen Vogel als Symbol des astronomischen Jahres. Bei uns gilt der Phönix als Symbol der Unvergänglichkeit und der Ewigkeit und hat so Zugang in die darstellende Kunst des Christentums gefunden.

Poseidon:

In der griechischen Mythologie ist Poseidon ein Name für Neptun (siehe Neptun).

s

Salamander

Die Salamander zählen zu den Elementargeistern. Es handelt sich bei den Salamandern um die Bewohner des Feuers. Ihre Gestalt ist bezaubernd, ihr Wesen ist rastlos und neckend. So nehmen sie gerne Einfluss auf die Menschen und mischen sich in deren Angelegenheiten gerne ein. Da sie so unwiderstehlich - vor allem auf junge Menschen - wirken, können sie starken Einfluss nehmen. Das Feuer ist das Element der Salamander, hier fühlen sie sich wohl und es entspricht ihrem natürlichen Lebensraum. So ist auch die Fabel entstanden, das die Salamander (die schwarz-rot gefleckten gleichnamigen Echsen) ebenfalls im Feuer leben können.

Schamanismus - Was ist Schamanismus?

Schamanen können, wenn sie es wünschen, einen veränderten Bewusstseinszustand erreichen – so „reisen“ sie und können sich in eine andere Realität bewegen, in der sie in direktem Kontakt mit den Geistern, den sogenannten „Spirits“ treten. Von dieser Reise und durch diese Begegnung erhalten sie Informationen und Wissen, dass anderen verschlossen ist. Mit diesem Wissen können Sie Hilfe leisten, Rat erteilen und Heilungen durchführen. Ein wichtiger Bestandteil des Schmanentums ist also die Schamanische Reise. Der Schamanismus ist ein Weg der Heilung, der Balance und des Gleichgewichts, ein Weg auf dem man erkennt, dass die Natur, die Pflanzen, Tiere und selbst die Steine beseelt sind. Der Weg des Schamanen ist kein leichter Weg, denn er beschränkt sich nicht darauf, andere zu fragen und so Antworten zu bekommen – der Schamane macht sich selbst auf den Weg. Der Schamane übernimmt Verantwortung für sich selbst und für Andere. Er sorgt dafür, dass sein Körper und Geist durch Übungen und Meditationen im Gleichgewicht sind und so sein „inneres Licht“ stets hell leuchtet. Er erfährt ein tiefes Wissen und weiß, dass die Begegnung mit den Spirits großen Respekt und Achtung erfordert. So ist sein Wissen nicht „angelesen“ oder überliefert – es ist viel mehr: er selbst hat sein Wissen in eigenen Erfahrungen, Prüfungen und Herausforderungen erhalten und vertieft.

Schamanische Reise – der Weg der Erkenntnis

Meist von rhythmischen Trommelschlägen und Räucherungen begleitet, begibt man sich auf eine sogenannte schamanische Reise, dabei handelt es sich um eine Art Trancezustand oder mentale Reise. Für eine schamanische Reise soll man sich Zeit nehmen und ungestört sein. Vor der schamanischen Reise stellt man eine Frage, zu den Themen die von Bedeutung sind oder aber auch um mit einer bestimmten Pflanze in Kontakt zu treten. Während einer schamanischen Reise kann man auch Kontakt zu seinem Krafttier herstellen – so erfährt man sehr viel über die eigene momentane Situation und wie man Schwierigkeiten am besten meistern kann. Schamanische Reisen zeigen uns im Tier- und Pflanzenreich unsere Lehrer, die uns auf den richtigen Weg führen. Wir erfahren, welche Stärken und Schwächen wir haben und wie wir sie am besten ausgleichen können. Der Weg des Schamanen wird so zu einer Bereicherung – wir erfahren viel über uns selbst, wir können Kraft, Stärke und neue Energie tanken, unser inneres Gleichgewicht stärken, erfahren Antworten auf die Fragen des Lebens und beschäftigen uns mit Heilung. Wer einem Schamanen begegnet, der soll dabei auf seine innere Stimme hören und achtsam sein, wie diese Erfahrung auf ihn wirkt. Es ist wichtig im Leben, immer alles zu prüfen und nicht blind zu folgen. Seid achtsam und bewusst in all euren Begegnungen! Spürt in die Situation hinein und so werdet ihr mit ein bisschen Übung schnell merken, was euch gut tut und was nicht. Seid ehrlich zu euch selbst und zu anderen, seid klar in den Entscheidungen, achtet immer auf eure Intuition und hört auf eure innere Stimme.

Schamanismus – Heilen mit Pflanzen, Pflanzenschamanismus

Schamanen sind Heiler, die die Kraft der Pflanzen nutzen. Sie unternehmen zum Beispiel schamanische Reisen, und lernen so von den Pflanzengeistern. Sie führen Rituale durch, um in Kontakt mit den Pflanzengeistern zu treten und Visionen zu erhalten. Schamanen achten die Natur, sie erkennen die Pflanzen als fühlende und vor allem auch spirituelle Wesen mit einem tiefen Bewusstsein, von denen sie lernen können. Für sie stellen die Pflanzen selbst Heiler dar – sie arbeiten mit diesen Pflanzengeistern um mit ihrer Hilfe Krankheiten zu heilen. Die Pflanzen selbst lehren den Schamanen den richtigen Umgang und zeigen ihm die Verwendung. So können Pflanzenbäder reinigen, Kräuter und Blumen vor Negativem beschützten und Glück anziehen, aber auch Krankheiten vertreiben. Die Beziehung zwischen dem Schamanen und den Pflanzengeistern ist von tiefem Respekt geprägt – der Schamane achtet die Pflanzen und genau dies ist die Botschaft, die die Welt im Moment so dringend braucht: Achtung und Respekt im Umgang mit der Natur, Ihr Liebe und Aufmerksamkeit schenken. Dies ist der Weg des Schamanen und je mehr Menschen ihn gehen, desto mehr werden uns die Pflanzen und Bäume wieder zur Seite stehen und ihre Heilkräfte offenbaren.

Sylphen:

Der Begriff Sylphen stammt aus der Nordischen Mythologie. Die Sylphen zählen zu den sogenannten Elementargeistern, wie auch die Salamander. Es handelt sich dabei um die Geister der Luft, so wie man die Gnome als Erdgeister kennt. Sie besitzen eine zarte ätherische Form, ihre Körper sind aus reinsten unkörperlichen Stoffen, so ist es ihnen sogar möglich auf den Sonnenstrahlen zu schweben. Außerdem besitzen sie die Fähigkeit in jeglicher Form zu erscheinen, ob als kleine Mücke oder sogar als menschliches Wesen. Ihre menschliche Erscheinung ist bezaubernd, da sie sich am liebsten als wunderschöne Jünglinge oder Jungfrauen zeigen. Sie besitzen Zauberkräfte und schaffen mit Leichtigkeit, was unmöglich scheint. Vor allem in arabischen und spanischen Märchen berichtet man von diesen geheimnisvollen Luftwesen.

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Trolle:

Trolle kennt man vor allem in der skandinavischen Mythologie: So werden Bergriesen bezeichnet (in Island nennt man sie auch Thursen).

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Zwerge:

Zwerge kennt man vor allem in der skandinavischen Mythologie. Dort sind sie nicht immer klein, meist stimmen aber die Körperproportionen nicht und sie wirken missgestaltet. Sie sind menschenähnlich und gelten als sehr stark und außerordentlich geschickt. Vor allem als Schmiede erreichen sie eine wahre Kunst. Sie besitzen auch Zauberkräfte und können Dinge, die sie hergestellt haben, mit magischen Fähigkeiten ausstatten. Es heißt weiter, dass sie durch das Sonnenlicht versteinert würden - so leben sie in der Finsternis. Laut Sagen handelt es sich bei den Felsen vor der norwegischen Küste um Zwerge. In der Edda wird zwischen drei Arten von Zwergen unterschieden: Zwerge, die aus Erde gemacht und auch in der Erde wohnen. Zwerge, die aus Stein erschaffen und in Stein leben. Und zuletzt Zwerge, die aus dem Land Gwain Haugi. Mehr über Zwerge:

 

 

 

 

Quelle: die meisten Informationen stammen aus dem Buch "Vollständiges Wörterbuch der Mythologie aller Nationen" von Dr. W. Vollmer, Stuttgart, 1836.

 

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Elementarwesen der Luft

 

Elementarwesen der Luft

Die Luftwesen sind ätherisch und bisweilen kräftiger als man vermutet. Sie können wahre Stürme entfachen. Sie sind schwerelos und schwebend, somit vermitteln sie Fröhlichkeit und Leichtigkeit. Sorgen, Ängste und Traurigkeit können sie mit einem Windstoß von uns nehmen. Alles was uns belastet ist dann wie weggeblasen...

Die Wesen der Lüfte sind treu und ehrlich. Aus dem Luftreich stammen viele der ätherischen geflügelten Elfen. Zart, durchscheinend und schnell wie der Wind. Auch die Sylphen sind ätherische Luftwesen. Manchmal können wir sie sehen, wenn sie sich hinter den Wolkengebilden am Himmel verstecken. Ihre Form scheint durch die Wolken und wer genau hinsieht, erkennt sie.

Dieses Foto wurde am Weihnachtsabend aufgenommen. Es ist nicht nachbearbeitet...

 

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WolkenformationIch liebe es die Wolken zu beobachten und mich mit den Luftgeistern zu verbinden - sie wirken befreiend und bringen neue Impulse.

Die Elementarwesen der Lüfte sind schwerelos und schwebend, sie vermitteln Fröhlichkeit und Leichtigkeit - aber gleichzeitig sind sie voller Kraft und Energie. Sorgen, Ängste und Traurigkeit können sie mit einem Windstoß von uns nehmen. Alles was uns belastet ist dann wie weggeblasen...

Wenn starker Wind aufkommt und durch die Bäume weht, dann tanzen die Wind- und Sturmgeister – ihre Stärke ist spürbar und sie herrschen über die vier Himmelsrichtungen. Es gibt kaum ein besseres Reinigungsritual als sich mit ausgebreiteten Armen in den Wind zu stellen und die Kraft des Elements zu spüren...

 

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