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Copyright Text und Bilder Anke Junginger

Der Lindenfleck von Wessobrunn

 

Der Lindenfleck von Wessobrunn

Ein mystischer Ort unter dem Schatten alter Linden 

Linden in Wessobrunn

In Wessobrunn findet man im Ortszentrum einen ganz besonderen Platz: Hier wachsen die „alten Linden von Wessobrunn“. Der sogenannte Lindenfleck ist eine Sehenswürdigkeit, die zeigt, wie schön alte Bäume in Städten wirken. Hier trifft Natur und Zivilisation zusammen und es wird noch einmal ganz besonders deutlich, wie wichtig es für uns ist, in das Grau der Städte die Natur einziehen zu lassen. Man denke man nur an die vielerorts kahlen bepflasterten Marktplätze – welch ein Kontrast! In Wessobrunn beleben die Linden die Gemeinde – sie schenken ihr eine Besonderheit und zeigen, dass dieser Ort wirklich lebendig ist. Die Linden im Zentrum symbolisieren Wachstum und Kraft, Ruhe und Gelassenheit – hier zieht Geschichte vorüber unter den Ästen der wohlwollenden mächtigen Linden. Und auch die alten Bäume selbst erinnern an besondere Ereignisse.

 

 

 

Lindenfleck in WessobrunnDie älteste der Linde von Wessobrunn wird seit 1875 die ehrwürdige Gebetslinde genannt. Prof. Dr. Johann Nepomuk Sepp, der damalige Besitzer des Klosters ließ zu dieser Zeit das seit 800 bekannte Wessobrunner Gebet in einen Steinfindling neben der Linde meißeln. Man vermutet auch, dass diese Linde in alten Zeiten die Gerichtslinde des Wessobrunner Klosters war.

In der Mitte der Lindengruppe steht die sogenannte Befreiungslinde, die wahrscheinlich 1796 gepflanzt wurde zum Andenken, dass die Kinder von Wessobrunn seit Abt Joseph Leonardi kein Schulgeld bezahlen müssen.

Die dritte Linde in der Ortsmitte wird Friedenslinde genannt. Sie wurde 1871 zum Gedenken an das Ende des deutsch-französichen Krieges gepflanzt.

Ein vierte und jüngere Linde wurde 1911 zum neunzigsten Geburtstag von Prinzregent Luitpold gepflanzt.

Auf einem Schild unter einer Linde heißt es „ 300 Jahre kommt sie, 300 Jahre vergeht sie!“ – das sagt der Volksmund über das Alter der Bäume. Nach einem kurzen Fußmarsch erreicht man ganz in der Nähe auch die berühmte Tassilolinde hinter den Mauern des Klosters.

Denkmal WessobrunnSeinen Namen erhielt Wessobrunn übrigens von drei Quellen – die sogenannten Brunnen des Wezzo. Wessobrunn ist heute als Klostergemeinde ein Anziehungspunkt für Pilger und Gläubige. Naturliebhaber und Menschen, die alte Bäume und Kraftorte suchen, werden hier die wundervolle Ausstrahlung unter den alten Linden spüren.

Die Klostergemeinde Wessobrunn liegt im Westen des Ammertals, ganz in der Nähe des Paterzeller Eibenwaldes. Inmitten der hügeligen Moränenlandschaft erlebt man ländlichen Charme und Idylle. Bekannt ist vor allem das Wessobrunner Gebet, das 814 in Althochdeutsch schriftlich niedergelegt wurde – man sagt, dies sei einer der ältesten deutschen Texte. So wird Wessobrunn zu einem Ausflugsziel für Gläubige, Spirituelle und Mystiker, die sich auf die Suche nach Kraftorten und Quellen begeben und die Energie geheimnisvoller Orte spüren wollen.

 

 

 

 

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Informationen zur Linde

Linden, lat. Tilia, sind Laubbäume aus der Familie der Malvengewächse, lat. Malvaceae. Sie können eine Höhe von bis zu 40 Metern erreichen. Die ältesten Linden erreichten ein Alter von bis zu 1000 Jahren. Auffallend sind vor allem die Blätter, die fast an eine Herzform erinnern und die intensiv duftenden Blüten.

 

Die Linde als mythischer Baum

Oft hört man in alten Liedern und Geschichten von der Dorflinde. Hier traf man sich zum Tanz und zum Schwatz, aber auch Gericht wurde oft unter den Bäumen gehalten. Die Linde als Baum der Freude, der Zusammenkunft und der Wahrheit.

So scheint sich die hohe Bedeutung der Linde aus der germanischen Zeit fortgesetzt zu haben, denn die Linde galt den Germanen als heilig. Auch heute noch scheint der Glaube im Zusammenhang mit den Linden eine wichtige Rolle zu spielen – dies sieht man vor allem in Wessobrunn, hier findet sich zum einen ein Gebet eingemeißelt im Schatten der Linden, und zusätzlich noch ein Kreuz. Die Linde besitzt auch Heilkraft, vor allem die Lindeblüten werden vor allem bei Erkältungen zur Bereitung von Tee verwendet.

Nächster Kraftort

 

 

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Der Paterzeller Eibenwald

 

Der Paterzeller Eibenwald

Ein Zauberwald und ein Kraftplatz in Bayern

Im Eibenwald bei Paterzell kann man auf dem sogenannten Eibenpfad unter alten Eiben wandern und die Ausstrahlung dieser Bäume genießen. Über 2000 alte Eiben stehen in diesem wunderschönen Mischwald, in dem man auch Tannen, Buchen oder Fichten findet.

 

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Frosch im EibenwaldEin Spaziergang durch diesen malerischen Wald führt zu einem idyllischen Bachlauf, Frösche hüpfen durch das Laub und Pilze spitzen aus dem Waldboden. Ein Ausflug lohnt sich, finden sich neben dem größten Eibenvorkommen in Deutschland auch Erlen und Eschen – wer Bäume liebt und wieder die Anbindung an die Natur sucht, der kann auf einem leichten Rundweg einen richtigen Märchenwald erleben. Der Eibenwald wirkt besonders eindrucksvoll durch seinen sumpfigen Charakter und die natürlichen Wasserläufe. Durch das kalkhaltige Grundwasser bildete sich in diesem Gebiet eine Schicht aus Kalktuff, ein idealer Boden für die Eiben.

 

 

 

 

 

Idyllischer Bachlauf im EibenwaldBeim Besuch des Naturschutzgebietes kann man das Rauschen des Baches genießen, von Vogelgezwitscher umgeben, wird man unter dem grünen Blätterdach freundlich aufgenommen! Die Eiben sind, wie der Name schon sagt, die Hauptattraktion des Waldes, denn hier findet man so viele alte Eiben an einem Ort, wie nirgends sonst in Deutschland.

 

 

 

 

 

 

 

Eine maechtige Eibe im EibenwaldEiben gelten als mystische und geheimnisvolle Bäume und schon die Germanen glaubten an ihre Schutzwirkung. So verwendete man Eibenzweige um Zauber und dämonische Kräfte abzuwehren. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass empfindsame Menschen die starke Ausstrahlung der Bäume spüren – wie in einem Zauberwald fühlt man sich, wenn man die alten Bäume mit neuen Augen betrachtet: als uralte Lebewesen, voller Weisheit und Sanftmut. Jeder Baum besitzt seine eigene Persönlichkeit und sein eigenes Wesen – hier muss man still sein, einkehren in das eigene Selbst, dann kann man den Erzählungen der Bäume lauschen...

 

 

 

 

 

 

So wird der Paterzeller Eibenwald zu einem Kraftort – mystisch und geheimnisvoll strahlt er Ruhe aus. Das Wasser der Bachläufe wirkt lebendig und kraftspendend, die uralten Bäume sind voller Weisheit. In stoischer Gelassenheit eilt an ihnen die Zeit vorüber. Hier kommen wir zur Ruhe, finden zu uns selbst – ein Platz an dem die Zeit stehen bleibt, wo wir uns aus der Hektik des Alltage herausnehmen können.

 

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Information zur Eibe und zum Eibenwald bei Paterzell:

Ufer EibenwaldEuropäische Eibe oder Gemeine Eibe, lat. Taxus baccata verträgt viel Schatten und ist giftig, da in den Zweigen und Nadeln Taxin enthalten ist. Für Pferde sind Eibennadeln tödlich, wohingegen sie von Rehen ohne Probleme verzehrt werden können. Die immergrüne Eibe mit ihrer schuppigen Borke wächst langsam und steht von März bis April in Blüte, von August bis Oktober trägt der Baum rote Scheinbeeren. Die Nadeln der Eibe sind weich und lassen sich leicht biegen.
Eiben erscheinen je nach Voraussetzungen des Standdortes in Strauchform oder als Bäume und sie können ein Alter von bis zu 2000 Jahren erreichen. Durch ihr knorriges Aussehen erhalten die Eiben etwas märchenhaftes und geheimnisvolles.
1994 wählte man die Eibe zum Baum des Jahres, sie steht in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

 

 

 

 

Eine Wurzel im EibenwaldDr. Friedrich Kollmann (1871−1957), ein Arzt aus Weilheim entdeckte 1907 den Eibenwald und stellte als erster den hohen Bestand an Eiben fest. Seit 1913 gilt der Eibenwald bei Paterzell als geschütztes staatliches Naturdenkmal. Seit dieser Zeit wurde in die Natur des Waldes kaum noch eingegriffen und die alten Bäume wurden vor der Abholzung geschützt. Seit 1939 ist der Wald ein Naturschutzgebiet. Seit 1995 kann man auf dem angelegten Eibenlehrpfad eine einfach und interessante Wanderung unternehmen. Auf dem Weg findet man Informationstafeln mit Erklärungen und allerlei Wissenswertem versehen.
Lage des Eibenwaldes: Im Südwesten von München, im sogenannten Pfaffenwinkel, bei Paterzell in der Nähe von Weilheim in Oberbayern - ein magischer Ort und ein Ort der Kraft in Bayern, ein Ausflug in den zauberhaften Wald lohnt sich.

 

 

 

 

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Die Eibe als mythischer Baum:

In der griechischen Mythologie nutzte Artemis, die Göttin der Jagd giftige Eibenpfeile. Auch die Kelten verwendeten mit Eibensaft vergiftete Pfeile und sowohl Kelten als auch Römer kannten die tödliche Wirkung. Die Germanen sahen in den Eiben heilige Bäume, die böse Geister und Zauber abhalten können. Seit dem Mittelalter nutzte man die Eiben zu Heilzwecken und auch heute noch werden Wirkstoffe aus der Eibe in der Medizin verwendet.

 

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Der geheimnisvolle Druidenhain bei Wohlmannsgesees

 

Der Druidenhain bei Wohlmannsgesees

Ein märchenhafter Ort in der Fränkischen Schweiz

 

Einmal, am Rande des Hains,
steh‘n wir einsam beisammen
und sind festlich, wie Flammen
fühlen: Alles ist Eins.

(Dir zur Feier, 1897/98), Rilke)

 

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Geheimnisvolle FelsformationenEin Besuch im Druidenhain ist ein wundervoller Ausflug, wenn wir unserer Seele etwas Gutes tun wollen und Kraft in der Natur tanken wollen. Der Druidenhain liegt in der Fränkischen Schweiz – es handelt sich um einen ca. 8400 qm großen Buchen- und Fichtenwald. Jeder der die Natur liebt wird begeistert sein. Jurafelsen liegen verstreut, bilden kleine Festungen, Labyrinthe und geheimnisvolle Spaten – von Moos bewachsen wirkt der schroffe Fels samtig und fühlt sich angenehm weich an. Die Steinbrocken sind bis zu sechs Meter groß und sie sind auffällig angeordnet. Zum Teil wurden sie von Menschen in ihre Position gebracht und tragen Namen wie: Pultstein, Wächter, Taufstein, Altar, Kanzel mit Treppe, Sternstein oder Mondkalender. So glaubt man zum Teil heute noch, dass es sich um eine keltische Kultstätte handelt – allerdings konnte dies bisher nicht nachgewiesen werden. Vielleicht ist der Druidenhain aber auch ein freigewittertes Karstwasser Höhlensystem.

 

Wurzeln umschlingen FelsenWer hier zwischen den Felsen im Schatten der Bäume wandelt, wird auf jeden Fall gebannt sein, von der einzigartigen Ausstrahlung des Gebiets: Geheimnisvolle Felsformationen, Bäume die ihre Wurzeln um die Felsen schlingen und sich so eine ungewöhnliche Basis für Ihre Wachstum gesucht haben. Für viele Besucher hat dieser Ort etwas Magisches. So kommen viele um Rituale durchzuführen und die Verbindung zur Erde zu spüren – auf jeden Fall ist der Druidenhain von außergewöhnlicher Schönheit und strahlt etwas Geheimnisvolles aus. Ein Tipp für alle, die Kraftorte lieben…

 

Auf einem kurzen Weg erreicht man den Druidenhain. Ein Waldstück denkt man sich und schreitet unter den herabhängenden Ästen neugierig in das unbekannte Land. Die Erwartung ist groß: Druidenhain, das klingt vielversprechend, nach Magie, nach Zauber, nach Mythologie und nach etwas längst Vergessenem, etwas das vor langer Zeit einmal war…

Aus unserer nüchternen hektischen Zeit wollen wir entrinnen, nur einen Augenblick verweilen – und so sagen wir leise das Wort „Druidenhain“, schließen kurz die Augen um nach dem Betreten des Waldes nicht gleich enttäuscht zu werden. Zu oft werden Versprechen in unserer Zeit nicht mehr gehalten….

Wir treten ein – wir fragen um Erlaubnis und hoffen hier willkommen zu sein. Doch wie sollte es anders sein: Die Bäume freuen sich über unseren freundlichen erwartungsvollen Besuch und streicheln uns mit ihren Ästen. Die Blätter rauschen ein zartes Willkommenskonzert. Jeder der hier mit einem offenen Herzen eintritt und Gedanken des Friedens ausstrahlt wird aufgenommen.

Aus der Helligkeit treten wir ein, in den heiligen Hain der Ewigkeit. Hier liegen verstreut und mit Moos bedeckt die Wächter dieses Ortes – mächtige Steine, die Ruhe ausstrahlen und uns begrüßen – sie raunen uns zu:

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Ich bin
- Ewigkeit
- Vollkommenheit
- Gelassenheit.

 

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Unser Atem wird langsamer unser Herzschlag wie ein leises rhythmisches Pochen, das eins wird mit der Natur. Ein Tor in eine andere Welt öffnet sich – wer bereit ist, der kann hindurchschreiten – und dann erlebt er die Magie der vergangenen Tage. Wer bereit ist, der kann während seines Aufenthalts die Kraft der Natur spüren, er kann eins werden… Er erhält ein Geschenk – einen Einblick in die Ewigkeit… Das schöne und zauberhafte an diesen magischen Momenten ist, dass sie freiwillig sind – hier gibt es kein „Muss“. Hier gibt es nur den Glauben – den Glauben an die Natur und die himmlischen Mächte, die uns ein Geschenk von unfassbarer Schönheit bereiten:

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Glaube und trete ein,
hier wirst Du willkommen sein,
hier findest Du Ruhe und Kraft –
hier findest Du Leben und gibst zurück durch Deine Liebe und erfährst so großes Glück.
Entrückt, verzückt und berauscht verlässt Du diesen Ort.
So hältst Du am Leben das Feuer und die Magie –
ein Zauber durchdringt dich, Du vergisst ihn nie…

 

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Wer durch diesen wundervollen Hain gewandert ist, der kann ihn genauso verlassen, wie er ihn betreten hat – oder aber er spürt die Veränderung und nimmt diesen Wandel mit hinaus in die Welt.

nextko

 

Copyright Text und Bilder Anke Junginger

Garchinger Heide

 

Die Garchinger Heide

Ein Kraftort im Norden von München

Kraftorte gibt es sogar in dicht besiedelten Gebieten in der Nähe von München, in denen die Moderne Einzug gehalten hat: In diesen Gegenden herrscht geschäftiges Treiben, Pendler haben eine gute Anbindung in die Innenstadt, der nahe Flughafen verbindet hier Welten und alles wirkt ein bisschen hektisch und ungeduldig.

Und doch – auch hier gibt es einen Kraftplatz: Die Garchinger Heide. Zwischen Garching, Eching und Neufahrn liegt ein Refugium für Pflanzen und Tiere.

Das Gebiet ist ursprünglich und steht seit 1942 unter Naturschutz – das Thema des Ortes lautet: Die Dinge sein lassen, wie sie sind. Es ist ein Ort der Ruhe und der Beschaulichkeit – die karge Landschaft zeigt, wie schön einfache Dinge sein können. Ein Ort, der wie eine Zeitreise wirkt und uns schützend aufnimmt. Auf Pfaden geht es über die Heide, der Wind streicht über die freie Fläche und sanft wiegen sich Gräser und Blumen unter der Berührung des Elements Luft. Es duftet nach Gras und Kräutern, die Farben der Blumen beleben und fröhlich trällern die Lärchen ihr Lied. Je weiter man wandert, desto mehr bleibt der Alltag hinter einem. Man spürt die Freiheit und Leichtigkeit dieses Kraftplatzes und es fällt plötzlich ganz leicht, alle Probleme loszulassen. Die Fröhlichkeit der Lärchen steckt an und das sanfte Wogen der Gräser beruhigt. Ein Ort um den Kopf frei zu bekommen, die Gedanken zur Ruhe zu bringen – man spürt förmlich, wie der Wind und die Luft Befreiung schenken. Ein bunte Blumenwiese mit zirpenden Heupferdchen und kleinen Schmetterlingen versetzt uns in Kindheitstage, als das Gras noch hoch war, als uns Raupen verzaubert haben und das Betrachten einer einfachen Blume uns noch in Erstaunen versetzt hat. Hier lernen wir genau hinzusehen und plötzlich erkennen wir, wie atemberaubend diese Schlichtheit sein kann. Taumelnde Bläulinge schillern farbenprächtig und die Blüten leuchten intensiv und klar.

Folgt man dem Pfad durch die Heidelandschaft weiter, so kommt man zu Hügelgräbern aus der Bronzezeit. Sanft erheben sie sich als kleine Hügel aus der flachen Landschaft – Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Magisch ziehen sie die Besucher an. Hier ändert sich die Energie, sie ist nicht mehr so leicht, verdichtet sich etwas, wird heimelig und „erdig“. Hier finden wir inmitten der Garchinger Heide einen Ort der uns erdet und uns zu unseren Wurzeln führt. Doch schon führt uns der Pfad weiter, wieder hinaus auf die offenen Heidelandschaft, führt uns zurück in die Zivilisation und entlässt uns mit neuen Kräften wieder in die Welt des regen Treibens und des Alltags.

Die Garchinger Heide ist eine trockene Grasheide und umfasst ca. 26 Hektar, auf denen sich über 200 Pflanzenarten finden, fast ein Viertel davon stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Es ist erstaunlich welches Artenreichtum sich auf der Schotterebene im Norden Münchens findet. Hier kann man Vögel beobachten, Insekten und sogar Reptilien entdecken.

 

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Welche Pflanzen wachsen in der Garchinger Heide?

Es finden sich zahlreiche Pflanzen in der Garchinger Heide. Unter anderem wachsen auf dem Kalkmagerrasen:

Adonisröschen (Adonis vernalis) auch Ackerröschen, Adoniskraut, Adonisröschen, Braunmägdlein, Frühlingsteufelsauge, Nieswurz aus der Familie der Hahnenfußgewächs (Ranunculaceae), blüht von April bis Juni, Farbe der Blüten: gelb, krautige Pflanze bis 40cm hoch, Achtung Giftpflanze!

Alpen-Distel (Carduus defloratus) auch Bergdistel, wird bis zu 80cm hoch, Farbe der Blüten lila-purpur, Blütezeit: Juni bis August.

Aufrechte Trespe (Bromus erectus), 40-120cm hoch, zählt zur Familie der Süßgräser.

Ausdauernder Lein (Linum perenne), auch Stauden-Lein, Wuchshöhe durchschnittlich 60cm, Farben der Blüten: zartes Hellblau, Blütezeit: Blütezeit ist Juni und Juli, in Deutschland zählt der Ausdauernde Lein zu den bedrohten Pflanzen und steht sogar auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Blut Storchschnabel (Geranium sanguineum)

Deutscher Backebklee (Dorycnium germanicum), Farbe der Blüten: weiß.

Berg-Gamander (Teucrium montanum), wird etwa 25cm hoch, Farbe der Blüten: weiß, Blützeit: Juni bis September.

Berg-Haarstrang (Peucedanum oreoselinum), wird bis zu einem Meter hoch, Farbe der Blüten: weiß.

Berg-Klee (Trifolium montanum), wird bis zu 40cm hoch , Farbe der Blüten: weiß, Blütezeit: Mai bis Juli.

Berg-Segge (Carex montana) aus der Familie der Sauergrasgewächse, bis zu 25cm hoch.

Buchs-Kreuzblume (Polygala chamaebuxus), strauchartig, Höhe bis 30cm, Farbe der kleinen Blüten: weiß, Blütezeit: April bis Mai.

Dreizahn (Danthonia decumbens) aus der Familie der Süßgräser, wird bis zu 50cm hoch

Echter Wiesenhafer (Helictotrichon pratense), Höhe 20 bis 80 cm, zählt zur Familie der Süßgräser, zum Teil auf der Roten Liste, da es kaum noch geeignete Flächen gibt, wo der Echte Wiesenhafer überleben kann.

Echter Alpenenzian (Gentiana clusii), Farbe der Blüten: intensives Blau, Blütezeit: Mai bis August.

Echter oder Gemeiner Wundklee (Anthyllis vulneraria), umgangssprachlich auch Wollklee, Hasenklee, Katzenklee, Muttergottesschühlein, gehört zur Famillie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Schon der Name Wundklee weist darauf hin, dass die Pflanze in der Volksheilkunde zur Wundheilung verwendet wurde. Krautige Pflanze, Höhe: 5- 40cm, Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: Juni bis September.

Echte Kugelblume (Globularia punctata)

Echtes Salomonsiegel (Polygonatum odoratum), auch Wohlriechende Weißwurz, im Durchschnitt etwa 50 cm hoch, kann auch höher werden, Farbe der Blüten: weiß mit hellgrünen Rändern, Blütezeit: Mai bis Juni.

Ehrenpreis (Veronica spicata), im Durchschnitt erreicht die Pflanze eine Höhe von 40-50cm, Farbe der Blüten: blau, Blützezeit: Juni und August.

Färber Ginster (Gensita tinctoria), erreicht eine Höhe von 20-60cm, Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: Mai bis August.

Färbermeister (asperula tinctoria), Höhe 30 bis 70cm, verwandt mit dem Waldmeister, Farbe der kleine zarten Blüten: weiß, Blütezeit: Mai bis Juni. Die Wurzeln der Pflanze beinhalten einen roten Farbstoff, ist auch eine gute Bienenweide.

Feldthymian oder Quendel (Thymus pulegioides)

Fingerküchenschelle (Pulsatilla patens)

Florentiner Habichtskraut (Hieracium piloselloides)

Frühlings-Segge (Carex caryophyllea), zählt zur Familie der Sauergrasgewächse, erreicht eine Höhe von bis zu 30cm. Furchen-Schafschwingel (Festuca rupicola) aus der Familie der Süßgräser.

Frühlings-Enzian (Gentiana verna) auch Schusternagel, Farbe der Blüten: blau, Blütezeit: März und August.

Gelbes Sonnenröschen (Helianthemum nummularium), Familie der Zistrosengewächse, Wuchshöhe: 10-30cm, Farbe der Blüten: gelb, Blützeit: Mai bis September.

Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)

Gemeines Zittergras (Briza media) zählt zur Familie der Süßgräser. Fällt durch die zarten kleinen Ähren auf, die wie kleine Herzen aussehen, wirkt sehr dekorativ.

Genfer Günsel, auch Heide-Günsel (Ajugata genevensis)

Gewöhnlicher Glatthafer (Arrhenatherum elatius), ein Wiesengras, das zur Familie der Süßgräser (Poaceae) zählt, ergibt sehr gutes Heu. Liebt trockene Standorte.

Gewöhnlicher Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), Farbe der Blüten: gelb.

Gewöhnliche Kreuzblume (Polygala vulgaris), wird bis zu 25cm hoch, Farbe der Blüten: Blau bis Dunkellila.

Gewöhnliche Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), Farbe der Blüten: lila, Blütezeit: März bis Mai.

Gewöhnlicher Rot-Schwingel (Festuca rubra), ein Wiesengras aus der Familie der Süßgräser.

Glatt-Brillenschötchen (Biscutella laevigata), Höhe 15-50cm, Farbe der Blüten: gelb, Blützeit: Mai bis August.

Grannen-Klappertopf (Rhinanthus glacialis) wird bis zu 50cm hoch, Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: Juni bis September.

Großblütige Braunelle (Prunella grandiflora) auch Große Braunelle, die Pflanze wird etwa 30cm hoch, Farbe der Blüten: lila, Blütezeit: Juni bis August.

Heilziest, (Betonica officinalis), klein krautig und stauchartig, Höhe 30-80cm, Farbe der Blüten: lila, Blütezeit: Juni bis September.

Herzblättrige Kugelblume (Globularia cordifolia), Farbe der Blüten: blaulila, Blütezeit: Juni bis Juli.

Hügel-Klee (Trifolium Alpestre)

Hügel-Waldmeister (Asperula cynanchica), Höhe: 10- 40cm, Farbe der kleinen Blüten: weiß, Blütezeit: Juni bis August.

Jakobs-Greiskraut (Senecio jacobaea) auch Jakobs-Kreuzkraut, Farbe der Blüten: gelb, Blützezeit: ab Juni bis in den Hochsommer.

Kiel-Lauch (Allium carinatum) zählt zur Familie der Lauchgewächse (Alliaceae), Höhe zischen 30 und 60 Zentimetern, Farbe der Blüten: lila, Blüte von Juni bis Juli.

Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga), wird 40-60cm hoch, Farbe der Blüten: weiß, Blütezeit: Juni bis Oktober.

Kleine Habichtskraut (Hieracium pilosella), erreicht eine Höhe von 5-30cm, Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: Mai bis Oktober.

Kleines Mädesüß (Filipendula vulgaris), erreicht eine Höhe von bis zu 70cm, Farbe der Blüten: weiß, Blütezeit: Juni bis Juli.

Kleiner Wiesenknopf (Sanguisorba minor), auch Braunelle oder Drachenblut, Farbe der Blüten: rot mit Pinkanteil, Blütezeit: Mai bis August.

Knäuel-Glockenblume (Campanula glomerata), Höhe 30-60cm, Farbe der Blüten: lila, Blütezeit: Juni bis September.

Finger-Kuhschelle (Pulsatilla patens) auch Finger-Küchenschelle, Farbe der Blüten: lila, bläulich-violett, Blütezeit: März bis April.

Langhaariger Thymian (Thymus praecox), Farbe der Blüten: zart lila.

Mittleres Leinblatt (Thesium linophyllon), Farbe der Blüten: weiß.

Mittlerer Wegerich (Plantago media), wird bis zu 50cm hoch, Blütezeit: Mai bis September.

Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea), zählt zur Familie der Orchideen, kann bis zu 80cm hoch werden, Farbe der Blüten: rosa/ purpur / lila, Blütezeit: Mai bis Juli.

Nickende Leimkraut (Silene nutans), wird bis zu 60cm hoch, Farbe der Blüte: weiß, Blützeit: Mai bis September.

Nordisches Labkraut (Galium boreale), wird bis zu 45cm hoch, Farbe der Blüten: weiß, Blütezeit: Juni bis August.

Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium) auch Weidenblättriges Ochsenauge, krautige Pflanze, 30-60cm hoch, Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: Mai bis September.

Purgier-Lein (Linum catharticum), auch Wiesen-Lein, kann bis zu 30cm hoch werden, Farben der kleinen Blüten: weiß, Blütezeit: Juni bis August.

Rauhaariger Alant (Inula hirta), Höhe 20-50cm, Blätter sind behaart und dunkelgrün, Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: Juni bis August.

Rauhaariges Veilchen (Viola hirta), etwa 15cm hoch, Farbe der Blüten: lila, Blütezeit: März bis Mai.

Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia), wird bis zu 60cm hoch, Farbe der Blüten: lila, Blütezeit: Juni bis September.

Regensburger Zwergginster (Chamaecytisus ratisbonensis), wächst strauchartig und erreicht eine Höhe von bis zu 50cm, Farbe der Blüten: gelb, Blützeit: April bis Juni manchmal noch einmal von September bis Oktober.

Rosmarin Seidelbast (Daphne cneorum) auch Heideröschen oder Duft-Seidelbast genannt, aus der Familie der Seidelbastgewächse, wird bis zu 30cm hoch, Farbe der Blüten: rosa, Blütezeit: März bis Mai.

Sand-Fingerkraut (Potentilla arenaria oder Potentilla incana), Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: März bis Mai.

Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre) auch scharfe Fetthenne genannt, Farbe der Blüten: gelb, erinnert an kleine Sternchen.

Die Scheiden-Kronwicke (Coronilla vaginalis), erreicht eine Höhe von etwa 25cm, Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: Mai bis Juli.

Schneeheide (Erica carnea), Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae), wird bis zu 30cm hoch, Farbe der Blüten: weiß / rosa / rötlich, Blütezeit: Dezember bis Mai.

Silberdistel (Carlina acaulis), die krautige Pflanze wird bis zu 40cm hoch, Farbe der Blüten, weiß mit silbrigem Glanz, Blütezeit: Juli bis September.

Skabiosen-Flockenblume, (Centaurea scabiosa), kann über einen Meter hoch werden, Farbe der Blüten: lila, Blütezeit: Juni bis August. In der Garchinger Heide findet man auch die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) und die Graue Skabiose (Scabiosa canescens)

Spitzwegerich (Plantago lanceolata), wird bis zu 50cm hoch, Blütezeit: Mai bis September.

Steifhaariger Löwenzahn (Leontodon hispidus), kann bis zu 60cm hoch werden, Farbe der Blüten: gelb, Blütezeit: Juni bis Oktober.

Straußblütige Wucherblume (Tanacetum corymbosum) auch gewöhnliche Straußmargarite.

Sumpf-Kreuzblume (Polygala amarella), wird bis zu 20cm hoch, Haptblütezeit: April bis Juni, Farbe der Blüten: helles Lila.

Warzen-Wolfsmilch (Euphorbia verrucosa),erreicht eine Höhe von 50cm, Farbe der Blüten gelb.

Weidewegerich (Plantago media)

Weiße Fingerkraut (Potentilla alba), Familie der Rosengewächse, Farbe der Blüten: weiß, Blütezeit: April bis Juni

Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea), wird bis zu 70 cm hoch, Farbe der Blüte: lila, Blütezeit: Juni bis Oktober.

Wiesensalbei (Salvia pratensis), ein wilder Salbei, erreicht eine Höhe von bis zu 60cm , Farbe der Blüten: blau bis leicht violett, Blützeit: Mai bis August.

Wiesen-Hornklee (Lotus corniculatus), Farbe der Blüten: gelb

Wiesen-Labkraut (Galium mollugo), Farbe der feinen zarten Blüten: weiß, Blütezeit: Mai bis August.

Zierlauch (Anthericum ramosum), bis 40cm hoch, Farbe der Blüte: violett, Blüte von Juli bis August.

Zwenken (Brachypodium) zählt zur Familie der Süßgräser.

Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), wird bis zu 50 cm hoch, Farbe der Blüten gelb, Blütezeit von Mai bis September.

 

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