Natur
Copyright Text und Bilder Anke Junginger
Mythologie und Bedeutung der Tanne
Die Tanne symbolisiert Erdung, Ehrlichkeit, Schutz und Standhaftigkeit
„Tannenbaum", sagte sie, „wie kommt es, dass du immer dasselbe Kleid trägst, Winter und Sommer, in kalten wie in warmen Tagen?"
„Weil ich nicht eitel bin und immer etwas Neues haben muss, wie ihr" antwortete der Tannenbaum.
Quelle: Was sich der Wald erzählt, Der Tannenbaum, von Gustav Heinrich Gans zu Putlitz

Hier handelt es sich um ein Gespräch zwischen den Bäumen des Waldes – die Linde fragt neugierig den Tannenbaum über den Winter aus. Da die anderen Bäume zu dieser Jahreszeit schlafen versuchen sie den mürrisch wirkenden Tannenbaum in ein Gespräch zu verwickeln. Doch der Tannenbaum meint nur mürrisch: „Lass mich zufrieden, wenn du etwas vom Winter wissen willst, so bleibe wach, wer etwas wissen will, darf die Zeit nicht verschlafen." Aber dann erzählt er doch davon: Wie die Menschen im Winter enger aneinander rücken, von der gemütlichen Stimmung, von der heiligen Weihnachtszeit, von der Weihnachtsfreude und endlich auch von der Herrlichkeit der Weihnachtsbäumen, die die Menschen, ob reich oder arm, in jedem Haus erfreuen.
Tannen besitzen tiefe Pfahlwurzeln, so können sie Stürme gut überstehen. Sie wachsen schnell und stellen keine hohen Ansprüche an den Boden. Ihr gerader aufrechter Wuchs verleiht ihr etwas Edles. Die Tanne schenkt uns Erdung, sie hilft uns stürmische Zeiten zu überstehen. Sie symbolisiert Entschlossenheit, Ehrlichkeit, Stärke und Schutz. Wie alle immergrünen Bäume steht sie aber auch für Erneuerung, Wiederauferstehung und Ewiges Leben. Bei den Kelten war die Tanne sehr geschätzt und zählte zu den heiligen Bäumen.
Tannenzapfen erinnern uns an geheimnisvolle Wälder, an Sagen und an Märchen. Ihr warmer samtiger Duft (Tannenharz eignet sich für Schutzräucherungen) und ihre liebevolle Ausstrahlung umhüllen uns schützend.

So schön die Tannenbäume in unseren Häuser sind, es gibt nichts Schöneres als einen lebenden Tannenbaum, der geschmückt inmitten der Winterlandschaft steht. Leise und andächtig, zart mit Schnee bestäubt – hier spüren wir seine erhabene Energie – er wirkt bescheiden und anmutig.
Tannen sind unsere Begleiter in der Weihnachtszeit, wenn wir unsere Wohnräume mit den grünen Bäumen schmücken. Mit Adventskränzen bringen wir Licht in die dunkle Zeit und feiern die Adventsonntage.
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Mythologie und Bedeutung der Schlehe
Schutz, Durchsetzungsvermögen und Reinigung
Von all den Bäumen die so stolz wachsen,
um England zur Zierde gereichen,
sind doch keine mächtiger unter der Sonne,
als die Eiche, die Esche und der Dorn.“
Aus Puck of Pook’s Hill, by Rudyard Kipling, 1906, Übersetzung Anke Junginger

In der irischen Mythologie wird die Schlehe auch die „alte dunkle Frau der Wälder“ oder „Mutter der Wälder“ genannt. In der keltischen Folklore wird Cailleach (Bedeutung auf Schottisch/Gälisch: alte Frau) als Göttin des Winters sehr oft mit Schlehenzweigen dargestellt.
In Irland glaubt man, dass Mondfeen in Schlehensträuchern leben, sie wachen über die Schlehe und verlassen ihn nur während des Vollmondes um die Möndgöttin zu huldigen. So wie der Weißdorn ist also auch der Schwarzdorn bei den Feen sehr beliebt. Besonders magisch sind jene Orte, an denen Weißdorn und Schlehe Seite an Seite wachsen.
Die Schlehe umgibt etwas Geheimnisvolles, ihre dunklen verzweigten Äste wirkten wohl schon seit jeher sehr eindrucksvoll auf die Menschen. So entstanden wohl auch die Geschichten, dass das dichte dornige Astwerk rund um Haus und Hof Hexen abhält. Die Schlehe schützt vor Übel und Bösen und sie erfüllt Wünsche, so ist es nicht verwunderlich, dass das Holz der Schlehe angeblich gerne für Zauberstäbe verwendet wurde.
Es heißt in der Mythologie, dass die Schlehe Schutz schenkt und dabei hilft Hindernisse zu überwinden. In Irischen Legenden liest man häufig, dass der Gute einen Schlehenzweig hinter sich wirft, aus dem umgehend eine undurchdringliche Hecke wird und er so in Sicherheit ist. Die Schlehe ist ein gutes Omen, dass man erfolgreich ist und Widerstand und Angriffe überwinden wird.
Die Schlehe symbolisiert auch Reinigung, sie kann negative Energie vertreiben.
Die Schlehe (Prunus Spinosa), auch Schlehdorn, Heckendorn, Schwarzdorn zählt zur Gattung Prunus und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Der dornige Strauch kann zu kleinen Baum heranwachsen und erreicht nur ein Alter von etwa 40 Jahren. Die kurze Lebensdauer gleicht er jedoch über seine kriechenden Wurzeln aus, mit denen er sich über Schösslinge vermehrt und schnell zu einem undurchdringlichen Gestrüpp verwandelt. Das Besondere an der Schlehe ist ihr blütenweißes Brautkleid auf schwarzem Dorn, da die Blüten vor dem Austrieb der Blätter im März und April erscheinen.
Auch als Heilpflanze ist die Schlehe von Bedeutung – sie wirkt vor allem adstringierend und entzündungshemmend. Die Schlehenbeeren sind nach dem ersten Frost eine Köstlichkeit für Gelee oder Saft.
Die dornenreiche Schlehe ist ein wundervoller wilder Strauch, der für die Tierwelt wichtig als schützender Rückzugsort. Auch Schmetterlingen und Bienen dient er als wichtige Nahrungsquelle.

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Pappel – spirituelle Entwicklung
Die Pappel ist der Baum der Spiritualität und schenkt in schweren Zeiten neuen Mut. So wie sich die Blätter der Pappel im Wind bewegen, wirkt sie gegen Stagnation und symbolisiert Bewegung.
Pappel, lat. Populus, Familie der Weidengewächse, während der Blüte (Februar-April) bilden sich hängende Kätzchen, auffällig ist vor allem der hohe und schmale Wuchs der schnell wachsenden Pappeln. Pappeln stehen sehr gerne in der Nähe von Gewässer. Heilwirkung: Hautprobleme, Rheuma und Entzündungen.
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"Ein Segen unter meinem Blätterdach für alle die verweilen,
ein Segen in meinem Schatten, für alle, die ihn suchen,
ein Segen wenn der Wind durch meine Äste streicht und alle Sorgen vertreibt,
ein Segen wenn der Regen rauscht und Leben spendet.
Ein Segen für alle Wesen, die vor mir stehen und mir ihre Achtung schenken."
- Segensspruch, Anke Junginger -

Kraft, Zauber und Magie der Bäume
Mythologie der Bäume, heilige Bäume der Kelten und Germanen
Baummagie, magische Bäume und heilige Bäume
Wälder sind Kathedralen - auf geheimnisvollen Pfaden taucht man ein in die Stille, die aufragenden Bäume reichen bis in den Himmel und bilden ein grünes Gewölbe. Umgeben von der Schönheit der Natur können wir hier die Ruhe genießen und auf den Grund unserer Seele blicken. Die Bäume am Wegesrand haben Botschaften für uns - je nachdem welcher Baum unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht, sagt einiges über unsere momentane Situation aus. Ob es uns zur mächtigen Eiche zieht oder zu einem Haselnussstrauch - wir können die Bäume umarmen oder unter ihnen meditieren um neue Kraft zu schöpfen. Die Bäume haben Zeit und unter den rauschenden Blättern hören wir ihr Flüstern - sie erzählen von der Ewigkeit und öffnen das Tor in eine längst vergessene Zeit, in der man sie ob ihrer Heilkraft schätzte und sie sogar als heilig verehrte...
Bäume sind voller Kraft und Zauber, sie sind eng mit der Welt der Feen und Elfen verbunden. Sie besitzen Heilkräfte, haben eine Schutzfunktion und locken Elfen an. So kann man seinen ganz persönlichen Baum finden, seine Eigenschaften sagen viel über unsere eigene Situation aus. Dieser Baum schenkt uns Kraft, er wacht über uns und stellt unsere Verbindung zum Naturreich her. Bei den Römern, den Kelten und den Germanen spielten die Bäume eine große Rolle und sie galten als heilig während wir heute die Bäume auf unseren Spaziergängen immer weniger beachten.
Deshalb liebe ich den Wald: hier findet man große Baumriesen und winzige Details. Mikrokosmos und Makrokosmos vereint. Eine friedliche Stimmung, die umfängt und einhüllt. Der Wald ist für mich eine Kathedrale... hier findet man zur Ruhe, man erkennt wieder das Wesentliche und spürt das Leben...

Die Kelten ordneten den Monaten bestimmte Bäume zu:
Geht nicht achtlos an Bäumen vorbei - schon den Kelten haben sie viel bedeutet. Damals kannte man die Heilkraft und die Energien der Bäume noch und so wurde jedem Monat ein Baum zugeordnet:
An dieser Stelle sei jedoch auch kurz erwähnt, dass das keltische Baumhoroskop keine Überlieferung eines alten Glaubens ist, sondern aus einer französischen Frauenzeit stammte und in den 70er Jahren verbreitet wurde. Dennoch ist es eine schöne Idee jedem Menschen seinen "persönlichen Baum" zur Seite zu stellen...

Keltisches Baumhoroskop
Januar – Erle
Februar – Weide / Saille
März – Nuin / Esche
April - Huathe / Weißdorn
Mai – Duir / Eiche
Juni – Tinne / Stechpalme
Juli – Coll / Hasel
August – Muin / Weinstock
September – Gort / Efeu
Oktober – Ngetal / Schilfrohr
November – Beth / Birke
Dezember – Luis / Eberesche
13 Monat – Ruis / Holunder
Quelle – Studien über die Deutschen Namen der in Deutschland heimischen Pflanzen, A.R.v, Preger, Sitzung der Mathematisch Naturwissenschaftlichen Classe, Feb. 1858.








