Natur
Copyright Text Anke Junginger Bild Erich Urban

1. Februar, Imbolc
Imbolc (Lichtmess) – Fest des wiederkehrenden Lichts
Von Sonnenuntergang des 1. Febraurs bis zum Sonnenaufgang des 2. Februars
"Heiliges Feuer,
wärmendes Licht -
hell und strahlend deine Kraft neues Leben verspricht:"
In Irland wird der 1. Februar als Saint Brigid’s Day gefeiert. In dieser dunklen grauen Zeit ist dieser alte Feiertag ein wahrer Lichtblick. Es ist ein Tag des Lichts, der eng mit den alten Bräuchen verbunden ist. Saint Brigid’s Day kündigt den Frühling und die Wiederkehr des Lichts an. Der Ursprung dieses Fests liegt im heidnischen Fest Imbolc.
Ein bisschen Feierlichkeit im Kreislauf des schnell dahin fließenden Jahres ist wie ein Anker, der uns hält, damit wir nicht davon treiben, mit all der Hektik und der Schnelllebigkeit. Ein Besinnen, ein Rückzug, ein Moment der Stille und des Zusammenkommens. Ein Moment der Achtsamkeit und der Gemeinsamkeit.
Wenn am ersten Februar die Sonne untergeht, dann beginnt die geheimnisvolle Nacht – eine Nacht, in der es um Segen, um das wiederkehrende Licht, um Reinigung, um Fruchtbarkeit und um Neuanfang geht. Diese Energien sind spürbar, sie sind uns allen in dieser Nacht zugänglich und wir werden ein Teil davon, wenn wir uns darauf einlassen.
Es gibt viele Möglichkeiten dieses Jahreszeitenfest zu feiern und die Nacht mit Kerzenlicht und Feuer zu erleuchten:
Ein schönes Essen, leckeren Kuchen und Gebäck mit etwas Wein oder Kaffee – vielleicht gemeinsam mit Freunden oder ganz in der Stille.
Die Tiere werden an diesem Tag besonders einbezogen, indem man ihnen Aufmerksamkeit schenkt.
In der Nacht wird ein Feuer entzündet oder Kerzen und Teelichter. Kerzenrituale sind in dieser Nacht besonders geeignet.
Die Nacht vom ersten auf den zweiten Februar ist auch eine Nacht des Orakelns, also kann man Orakelkarten ziehen, auch Räucherrituale sind in dieser Nacht eine schöne Idee. Zum Beispiel das Haus räuchern und dabei einen Segen sprechen. Man kann mit dem Rauch auch ein Reinigungsritual durchführen und sich von Negativem befreien.
In Irland gehörte es zum Brauchtum, Butter und Brot auf die Fensterbank zu stellen, als ein Willkommensgeschenkt für Saint Brigid, die im Gegenzug das Haus und das Vieh segnet. Mancherorts band man ein weißes Stoffband vor die Haustüre, damit es von Saint Brigid gesegnet werde.
Alternativ wird Imbolc auch zum Teil in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar gefeiert.
Copyright Text und Bilder Anke Junginger

21. März, Frühjahrs-Tagundnachtgleiche
Um den 21. März ist die Frühjahrs-Tagundnachtgleiche. Licht und Dunkelheit sind im Gleichgewicht, doch das Licht nimmt zu. Zu dieser Zeit wird Ostern gefeiert. Bunte Ostereier werden in vielen Häusern als Osterschmuck aufgehängt. Als Symbol der Fruchtbarkeit kündigen Sie den Frühling an. Die Elfen des Frühlings erwachen langsam wieder aus ihrem Winterschlaf und bevor sie das tun, sollte Haus und Hof von den Spuren des Winters gereinigt werden. Das Osterfeuer erhellt die letzten dunklen Nächte, das Licht wird von Tag zu Tag stärker.
Copyright Text und Bilder Anke Junginger

1. Mai, Beltene
(auch Beltane, auch Beltaine)
Am ersten Mai, beziehungsweise am ersten Vollmond im Stier wird Beltene gefeiert. Noch heute ist der Maifeiertag der Tag der Dorfgemeinschaft. Auf dem Dorfplatz trifft man sich zum Tanz und stellt gemeinsam den Maibaum auf. Die Nacht zum ersten Mai ist voller kräftiger aufrüttelnder Energie – Magie liegt in der Luft, es ist die Walpurgisnacht! Es ist die Zeit der Fruchtbarkeit und Liebe.

Die Mainacht, auch Beltane genannt, wird in der Nacht auf den ersten Mai gefeiert - von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Es ist ein Jahreszeitenfest, das aus dem irischen ländlichen Raum stammt und steht ganz im Zeichen des Lebens und der Fruchtbarkeit. Laut alten irischen Überlieferungen kann man an Beltane die Elfen sehen, denn in dieser Nacht sind die Schleier zwischen den Welten dünn... Ein Fest ganz im Zeichen des Lebens, das mit dem Entzünden von Feuern verbunden war. Bei uns wird dieses Fest in Form mit Osterfeuern und Maitänzen gefeiert.
Ein Segen für die Mainacht:
Wenn die Feuer zu Beltane entfacht –
Die Kraft des Sommers erwacht!
Ein Segen für alles das wächst und lebt
Und für die Erde, die uns trägt.
- Anke Junginger -
Copyright Text und Bilder Anke Junginger
21. Juni, Sommersonnenwende
Um den 21. Juni wird die Sommersonnwende gefeiert und in der Nacht das Johannisfeuer entzündet. Vor dem Einzug des Christentums wurden die Sonnwendfeuer zu Ehren der Sonne entzündet. Dieser Tag wird auch Mittsommer genannt. Zu Ehren der Sonne feiert man den Sieg des Lichts, da dies die kürzeste Nacht des Jahres ist. In dieser Nacht beobachten die Elfen erfreut, wie die Menschen bei Tanz und Musik um das Johannisfeuer oder Sonnwendfeuer tanzen. Kräuter, die an diesem besonderen Tag gesammelt werden, entfalten ihre ganze Kraft.



