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Copyright Text, Tiergedichte und Bilder Anke Junginger

Farn

 

Die Bedeutung des Farns in der Mythologie und im Volksglauben

Auch der Farn ist eine geheimnisvolle Pflanze, die in Zusammenhang mit den Elfen steht - so heißt es, dass der Farn zu den Elfen führt...


Lange Zeit konnte man sich die Vermehrung des Farns nicht erklären. Die Vermehrung durch Sporen war unbekannt. Bis zur Entschlüsselung dieses Rätsels hieß es, dass Farn genau um Mitternacht, in der längsten Nacht des Jahres - der Johannisnacht - blüht. Nur in dieser Nacht, sollte er eine goldene Blüte mit einem Samenkorn tragen, das verschwindet sobald es zu Boden fällt. Diesem sogenannten Wünschelsamen, wurden gar wundersame Eigenschaften zugeschrieben: So sollte er unter anderem bei der Suche nach verborgenen Schätzen helfen, die Kraft von 40 Männern schenken und den Träger sogar unsichtbar machen. Allerdings musste man aufpassen, dass man den magischen Moment nicht verpasst und einen Teller unter den Samen legen um ihn sicher aufzufangen. Dabei durfte die Pflanze aber nicht geschüttelt werden und man musste warten, bis der Samen von alleine fiel. Wer den Wünschelsamen so erhielt, dem war auch das Glück hold.

 

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Eine deutsche Legende erzählt von einem Mann aus Westphalen, der in der Johannisnacht nach einem entlaufenen Fohlen suchte. Als er über eine Wiese lief, fiel ein reifer Wünschelsamen genau in seinen Schuh und als er am nächsten Morgen nach Hause kam und sich an den Tisch setzte, konnte ihn seine Familie nicht sehen. Als er plötzlich sprach und erzählte, dass er das Fohlen nicht gefunden habe, da erstarrten alle vor Schreck. Seine Frau begann ihn überall zu suchen und es dauerte eine Weile bis er erkannte, dass er unsichtbar war und den Wünschelsamen aus seinem Schuh entfernte.


Laut Volksglaube schützt der Farn vor dem bösen Blick und die Wurzel des männlichen Farns war angeblich eine der Zutaten von Liebestränken.


Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich Elfen zwischen den majestätischen Wedeln dieser geheimnisvollen Pflanzen besonders wohl fühlen. Daher gab man sich im alten England auch den gut gemeinten Rat, in der Nähe von Farnen keine Geheimnisse preiszugeben. Die Elfen könnten diese schließlich weiter erzählen...


Der Farn kann auch das Tor in die Welt der Elfen öffnen. Folgende Geschichte erzählt man sich zum Beispiel in Cornwall: Einst ruhte sich ein junges Mädchen am Wegesrand aus und in Gedanken versunken brach sie einen Farnwedel. Da erschien plötzlich ein Elfen Witwer vor ihr und erzählte, dass er eine Amme für seinen kleinen Sohn suchen würde. Das junge Mädchen willigte ein und besiegelte die Absprache, indem sie den Farnwedel küsste und sprach: „Für einen Tag und ein Jahr, versprech‘ ich zu bleiben fürwahr.“ Sofort war sie Teil der Elfenwelt und für andere Sterbliche nicht mehr sichtbar, bis die Zeit abgelaufen war.

 


Quellen: Deutsche Mythologie, Band 1, Dieterichsche Buchhandlung, 1844. 
The Folk-lore of Plants, by T. F. Thiselton-Dyer, 1889.

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